Essensrettung - Nachhaltigkeit und Verlustvermeidung in der Lebensmittelproduktion

(Pressemitteilung openPR) Die CPM Unternehmensberatung Karlsruhe veranstaltet ein Online-Seminar gemeinsam mit der foodsharing Akademie e.V. zum Thema Essenrettung. Mit höchstrangigen Referenten (u.a. dem Vizepräsidenten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Dr. Gerd Fricke, und dem Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V., Olivier Kölsch, diskutieren die Teilnehmenden am 14.12.2021 Möglichkeiten, Ideen und erfolgversprechende Ansätze. “Die Lebensmittelverschwendung auf das unvermeidbare Maß zurückzufahren, das wäre ein echter Gewinn für Klima, Umwelt und die Unternehmen.” sagt Frau Dr. Dreusch, die Organisatorin der Veranstaltung.


Lebensmittel sind Werte und wert, geschätzt zu werden! In der aktuellen Entschließung des deutschen Bundesrats (543/21 vom 17.09.2021) werden gezieltere Maßnahmen gefordert, um die Lebensmittelverluste bis 2030 zu halbieren. Die Forderung regiert auf die Beschlüsse der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, die globale Zukunftsziele für eine nachhaltige Entwicklung festlegt. Dass Maßnahmen nötig sind, zeigen aktuelle Schätzungen: jährlich werden fast 1.3 Milliarden Tonnen Lebensmittel aus den unterschiedlichsten Gründen entsorgt (siehe z.B. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Braunschweig). Vieles davon ist noch verwendbar! Die Gründe dafür, dass Lebensmittel in den Produktionsbetrieben weggeworfen werden, sind vielfältig. Mangelnde Nachfrage und Überproduktion bei fehlenden Lager- oder Kühlmöglichkeiten, Mindesthaltbarkeitsdaten und gesetzlichen Regelungen dazu, fehlerhafte Maschineneinstellung im Produktionsumfeld, beschädigte Verpackungen oder auch der Konsumentenwunsch, nach stets frischen Lebensmitteln im Regal führen dazu, dass Produkte vernichtet werden. Außerdem unterliegen die Unternehmen umfangreichen Regularien. Nicht nur der Gesetzgeber, sondern auch die Kunden fordern vor allem Lebensmittelsicherheit (siehe hierzu z.B. VO(EG) 852/2004 oder IFS Food-Standard).

Was wirklich helfen würde, wäre eine Lebensmittelwertschätzungskultur. Die in der Lebensmittelhygieneverordnung geforderten Maßnahmen sollten dementsprechend geändert lauten:

  • Sensibilisierung aller Beschäftigten des Unternehmens für den Wert von Lebensmitteln [vgl. XI a 1 c]

  • Verfügbarkeit ausreichender Ressourcen zur Gewährleistung eines wertschätzenden Umgangs mit Lebensmitteln [vgl. XI a 1 e]

Mit ausreichender Information über das Thema Wertschätzung in Verbindung mit den Bausteinen Lebensmittelsicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit werden die Lebensmittel ihrem Wert entsprechend behandelt. Verluste werden minimiert. Das Seminar soll dazu Stichworte liefern und Wege aufzeigen. Die Veranstaltung wird von der Postcode-Lotterie gesponsert. (https://bit.ly/3DxRnEE)



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